transparente Einbettung

Einbetten

Der zweite Schritt in der Probenpräparation

Schrumpffreie Einbettung

WarmeinbettpresseUm weiche, poröse, randrissige, spröde oder brüchige Proben vor Präparationsfehlern zu schützen bzw. zusammenzuhalten, werden Proben eingebettet. Probenränder, insbesondere bei Untersuchungen von Oberflächenschichten, werden geschützt und Kantenabrundungen beim Schleifen und Polieren werden vermieden. Auch zu Rationalisierungszwecken bei der Probenherstellung kann eingebettet werden, indem mehrere kleine Proben zu einem Schliff zusammengefasst werden.
Für das Warmeinbetten  und Kalteinbetten bieten wir Warmeinbettpressen, Vakuumimprägniersysteme, Drucktöpfe, Einbettformen, Zubehörartikel (Fixierklammern) sowie diverse  Harze zum Kalt- und Warmeinbetten an. 

Die gebräuchlichen Harze sind Phenol ( Bakelit), Allyl, Epoxid, Acryl und Polyesterharze in der Metallographie.

 

Bakelit mit Epoxidharz

Das Warmeinbetten ist ein fester Bestandteil in der Metallographie. Die Harze beim Warmeinbetten sind in Pulverform erhältlich. Die Harze sind gut zur Erzielung einer hohen Randschärfe bei geringem Schrumpf und gewährleisten saubere Kanten beim Schleifen und Polieren.

Das Pulver wird in einer Warmeinbettpresse unter hohem Druck und Wärme geschmolzen. Je nach Pulver-, Harztyp und Probengröße sind unterschiedliche Temperaturen (meistens um die 170°C), Drücke und Einbettzeiten erforderlich. Moderne Warmeinbettpressen sind deshalb programmierbar.  

KalteinbettharzsetBeim Kalteinbetten werden Harze (meistens 2 Komponenten) gemischt und anschliessend in sogenannten Einbettformen, in denen bereits die Probe liegt, eingefüllt. Je nach Anforderung erfolgt eine Kalteinbettung an der Luft oder aber der Aushärteprozess wird in Drucktöpfen oder unter Vakuum in sogenannten Vakuumimprägniergeräten durchgeführt. Unter Druck können Acrylharze (Presi KM-Harze) eingebettet werden und die Transparenz einzelner Harze verbessert werden. Unter Vakuum können Epoxidharze (Presi IP und MA2+ Harze) eingebettet werden. Das Vakuum zieht Luft aus Poren, Rissen und Hohlräumen und macht den Weg frei für das Harz. Zu untersuchende Strukturen werden so bei den weiteren Präparationsschritten Schleifen/Polieren stabilisiert und vor Beschädigung geschützt. Im Gegensatz zum Warmeinbetten ist die Temperatur beim Kalteinbetten geringer. Empfindliche Proben werden geschont. Allerdings müssen die Harze (Pulver+Härter) gemischt werden. Der meist flüssige Härter riecht unangenehm, und der Prozess ist etwas aufwendiger als beim Warmeinbetten, dafür aber können viele Proben gleichzeitig eingebettet werden.

KalteinbettharzBei beiden Verfahren möchte man möglichst wenig Schrumpf des Harzes erzielen bzw. möglichst spaltfrei einbetten und eine hohe Randschärfe erzielen. Bei einigen Anwendern ist auch ein elektrisch leitfähiges Harz als Einbettmittel gefragt. Welches Harz und welches Verfahren für Sie das Beste ist, erfahren Sie von unseren Außendienstlern oder durch Versuche mit uns in unserem Labor.